3.1 Aufbau des Sonnensystems
Quelle: Themenpool §3 · Mitschrift §8
Das Sonnensystem besteht aus der Sonne und acht Planeten in zwei Gruppen.

Abbildung: Größenvergleich der Objekte des Sonnensystems (Sonne, Merkur, Venus, Erde, Mars, Ceres, Jupiter, Saturn, Uranus, Neptun, Pluto/Charon, Eris). Maßstäblich in der Größe, nicht im Abstand.
Innere Planeten (Gesteinsplaneten): Merkur, Venus, Erde, Mars — feste Oberfläche, ggf. Atmosphäre, nahe an der Sonne.
Äußere Planeten (Gasriesen): Jupiter, Saturn, Uranus, Neptun — außen gasförmig, weiter innen flüssig, fester Kern (durch hohen Druck); sehr massereich.
✎ Warum diese Zweiteilung? Sie ist ein Erbe der Planetenentstehung: In der heißen inneren Scheibe blieb nur Gestein/Metall fest → kleine Gesteinsplaneten. Weit außen blieb auch Eis fest, es gab viel mehr Material → große Kerne sammelten zusätzlich Gas ein → Gasriesen.
➕ Entstehung: von der Staubwolke zu den Planeten
Quelle: ➕ Themenpool · vgl. Thema 1 §1.2
Das ganze Sonnensystem entstand aus einer Gas- und Staubwolke (Sonnennebel), die durch die Gravitation kollabierte (zusammenfiel). Schritt für Schritt:
- Kontraktion und Scheibe: Die Wolke zieht sich zusammen; durch die Drehimpulserhaltung (Drehimpuls) rotiert sie dabei immer schneller und plattet zu einer rotierenden Scheibe ab. Im dichten Zentrum zündet die Sonne (Fusion, siehe §3.3).
- Planetesimale (Staub verklumpt zu „Bausteinen"): In der Scheibe stoßen Staubkörner zusammen und bleiben aneinander haften — es bilden sich immer größere Brocken bis zu Kilometergröße, die Planetesimale (gr. „kleinste Bausteine der Planeten").
- Protoplaneten (Bausteine wachsen zu „Vorplaneten"): Die Planetesimalen ziehen sich durch ihre eigene Gravitation gegenseitig an, kollidieren und wachsen zu Protoplaneten (Vorstufen der heutigen Planeten) zusammen (Akkretion = Anwachsen durch Aufsammeln von Material).
- Aufräumen der Bahn: Der größte Körper einer Bahn sammelt nach und nach das übrige Material ein und „räumt seine Bahn frei" → er wird ein echter Planet (genau dieses Kriterium fehlt dem Zwergplaneten Pluto).
✎ Wo geht die Zweiteilung dabei ein? Ob aus einem Protoplaneten ein Gesteins- oder ein Gasriese wird, entscheidet der Ort in der Scheibe: Innen (heiß) bleibt nur Gestein/Metall fest → kleine Kerne, die kein Gas mehr binden können. Außen (kalt) bleibt zusätzlich Eis fest → viel mehr Baumaterial → große Kerne, deren Gravitation auch noch Gas (H, He) einfängt → Gasriesen.