9.3a Schrödinger-Gleichung, de Broglie-Wellen und Born'sche Deutung
Quelle: Mappe S. 95 · ➕ Themenpool
§9.3 hat die Wellenfunktion
De-Broglie-Materiewellen (1924)
Louis de Broglie kehrte den Welle-Teilchen-Gedanken um: Wenn Licht (eine Welle) auch Teilchen ist (Photon), dann sollte auch Materie (Teilchen) eine Welle sein. Jedem Teilchen mit Impuls
| Symbol | Bedeutung | Einheit |
|---|---|---|
| de-Broglie-Wellenlänge | m | |
| Planck-Konstante | Js | |
| Masse des Teilchens | kg | |
| Geschwindigkeit des Teilchens | m/s |
✎ Warum merken wir im Alltag nichts davon?
Davisson-Germer-Experiment (1927) — der experimentelle Beweis
Davisson und Germer schossen Elektronen auf einen Nickel-Kristall und beobachteten ein Beugungsmuster — so, wie es sonst nur Wellen an einem Gitter erzeugen (das regelmäßige Kristallgitter wirkt als Beugungsgitter, vgl. Optik). Damit war de Broglies Materiewelle experimentell bewiesen: Elektronen (klassische Teilchen!) zeigen Beugung, und die gemessene Wellenlänge stimmte mit
Die Schrödinger-Gleichung (1926)
Erwin Schrödinger stellte 1926 die Grundgleichung der Quantenmechanik auf — sie spielt für die Wellenfunktion
| Symbol | Bedeutung |
|---|---|
| Wellenfunktion (komplex; | |
| Hamilton-Operator (steht für die Gesamtenergie: kinetische + potentielle) | |
| reduziertes Wirkungsquantum | |
| imaginäre Einheit ( | |
| zeitliche Änderung von |
✎ Was bedeutet die Gleichung anschaulich? Der Hamilton-Operator
✎ Für seine Gleichung erhielt Schrödinger den Nobelpreis 1933 (gemeinsam mit Dirac).
Born'sche Deutung (Max Born 1926)
Schrödinger selbst hielt
Daraus folgt die Normierungsbedingung: Da das Teilchen sich irgendwo im Raum aufhalten muss, ist die Gesamtwahrscheinlichkeit über den ganzen Raum gleich
✎ Bedeutung der Normierung: Sie ist die Quanten-Version von „100 % Wahrscheinlichkeit". Sie schränkt die erlaubten Lösungen