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11.2 Die Gravitationsfeldstärke g

Quelle: Mitschrift §7.3.3

Setzt man die Gewichtskraft Fg=mg gleich der Gravitationskraft, kürzt sich die Probemasse heraus:

mg=GMmr2g=GMr2

g ist die Gravitationsfeldstärke (Ortsfaktor, in m/s² bzw. N/kg); M = felderzeugende Masse, r = Abstand vom Massenmittelpunkt.

Mond vs. Erde: Mit MMond=7,351022 kg, r=1,74106 m → gMond1,62 m/s² 16gErde. Auf dem Mond wiegt man nur ein Sechstel — die Masse bleibt gleich.

Nachfrage: Warum gibt es auf beiden Erdseiten je einen Flutberg? Die mondzugewandte Seite ist klar: Dort ist der Mond am nächsten, seine Gravitation am stärksten — das Wasser wird zum Mond hingezogen. Die mondabgewandte Seite: Erde und Mond kreisen gemeinsam um das Baryzentrum (liegt innerhalb der Erde, aber abseits des Erdmittelpunkts) — die mondferne Seite ist von dieser Drehachse am weitesten entfernt, dort ist die Zentrifugenwirkung am stärksten, das Wasser wird nach außen „geschleudert". Beide Flutberge sind etwa gleich hoch; das Wasser wird aus den Regionen abgezogen, wo der Mond knapp über dem Horizont steht, und an der mondnahen wie der mondfernen Seite angesammelt — die Ozeanhülle wird zum „Rugbyball". (Erdgravitation und Rotations-Zentrifugalkraft sind zwar stärker, wirken aber überall gleichmäßig und erzeugen keinen Unterschied; die Gezeiten entstehen gerade aus der Ungleichmäßigkeit der Mondwirkung.)