14.7 Temperaturabhängigkeit — Experiment (Glühbirne)
Quelle: Mitschrift §5.1.10
✎ Idee des Versuchs: Wir messen den Widerstand derselben Glühbirne in zwei Zuständen — einmal kalt (ausgeschaltet, direkt mit dem Ohmmeter) und einmal heiß (im Betrieb, indirekt über
und ). Sind die Werte verschieden, hängt von der Temperatur ab.
Eine Glühbirne wird indirekt (im Betrieb, heiß) und direkt (kalt, Ohmmeter) gemessen:
Indirekt (heiß), Schritt für Schritt: gemessen
Schluss: Der Widerstand wächst mit der Temperatur — heiß ist
✎ Warum? (Mechanismus) Der glühende Draht ist über 2000 °C heiß. Bei dieser Temperatur schwingen die Atomrümpfe im Gitter sehr heftig → sie versperren den Elektronen häufiger den Weg (mehr Stöße pro Strecke) → größerer Widerstand (vgl. §14.6, Punkt 4). ✎ Folge für die Praxis: Beim Einschalten ist die Lampe noch kalt, ihr Widerstand klein → es fließt kurz ein großer Einschaltstrom (
mit kleinem ). Deshalb brennen Glühlampen meist beim Einschalten durch. ✎ Wichtig: Wegen dieser Temperaturabhängigkeit ist nicht konstant — die Glühbirne ist also ein nicht-ohmscher Verbraucher (ihre - -Kennlinie ist gekrümmt, keine Gerade).