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Zielformel:

vmax=2(hf−EA)me,Eγ=hf=hcλfGrenz=EAh,λGrenz=hcEA

Gültigkeitsbereich / Annahmen:

  • Einsteins Lichtquantenbild: Licht trifft in Portionen (Photonen, je Eγ=hf) ein; ein Elektron absorbiert ein Photon — alles oder nichts.
  • Ekin=hf−EA ist die maximale kinetische Energie (Elektronen an der Metall-Oberfläche); Elektronen aus der Tiefe verlieren zusätzlich WS durch Stöße (vollständige Lehrbuchform hf=Ekin+WA+WS).
  • Elektronengeschwindigkeit nichtrelativistisch (im Beispiel v∼105 m/s ≪c, daher ist 12mev2 zulässig).

Verwendete Formeln ​

FormelNameFormelnheft
E=h⋅fPhotonenenergie✅ S. 5 („E=h⋅f")
v=λ⋅f (mit v=c)Wellengeschwindigkeit✅ S. 3 („Wellengeschwindigkeit")
Ekin=mv22kinetische Energie✅ S. 2 („Ekin=mv22")
hf=EA+EkinEinstein-Gleichung (Energiebilanz)❌ nicht im Formelnheft — selbst hinschreiben (Energieerhaltung: erhalten = verbraucht + Rest)
1 eV=1,602⋅10−19 JeV↔J-Umrechnung❌ steht so nicht im Heft — aus W=U⋅Q (S. 4) und e (S. 1) selbst herstellen: 1 eV=e⋅1 V
h=6,626⋅10−34 Js; me=9,109⋅10−31 kg; e=1,602⋅10−19 C; c=2,9979⋅108 m/sKonstanten✅ S. 1 (Konstanten)

Herleitung (Schritt für Schritt) ​

  1. Energie eines einzelnen Photons aufschreiben (Planck/Einstein: Lichtenergie kommt in Portionen, jede Portion hängt nur von der Frequenz ab — S. 5):Eγ=h⋅f
  2. Energiebilanz aufstellen (Einstein-Gleichung) (Energieerhaltung: das Photon übergibt seine gesamte Energie auf einmal an ein Elektron; zuerst wird die materialabhängige Austrittsarbeit EA bezahlt, um das Elektron aus dem Metall zu lösen, der Rest wird kinetische Energie. „Erhalten = verbraucht + Rest"):hf=EA+Ekin
  3. Nach der kinetischen Energie auflösen (beidseitig EA subtrahieren; nur für hf>EA treten Elektronen aus — sonst Fall 1: egal wie hell, kein Elektron):Ekin=hf−EA
  4. Ekin=12mev2 einsetzen und nach v auflösen (Energie­formel von S. 2 für das austretende Elektron; beide Seiten mal 2me, Wurzel ziehen. Ergebnis ist die Maximalgeschwindigkeit — Oberflächenelektronen):12mevmax2=hf−EA⟹vmax=2(hf−EA)me
  5. Grenzfrequenz: Ekin=0 setzen (Grenzfall 2: das Photon reicht gerade für die Austrittsarbeit, das Elektron tritt mit v=0 aus. hfGrenz=EA nach f auflösen):fGrenz=EAh
  6. In die Grenzwellenlänge umrechnen (c=λf von S. 3 nach λ auflösen, Schritt 5 einsetzen; Achtung: f<fGrenz⇔λ>λGrenz — Licht mit längerer Wellenlänge löst keine Elektronen aus):λGrenz=cfGrenz=hcEA
  7. Allgemeine Umrechnung Photonenenergie ↔ Wellenlänge (f=c/λ in Schritt 1 einsetzen — die in der Spektroskopie üblichste Form):Eγ=hf=hcλ

Beispiel 1 ★: Grenzfrequenz und Grenzwellenlänge von Zink (mit Probe) ​

Zink: EA≈4,3 eV. Zuerst die Einheit umrechnen (eV→J, mal e):

EA=4,3⋅1,602⋅10−19=6,89⋅10−19 JfGrenz=EAh=6,89⋅10−196,626⋅10−34≈1,04⋅1015 HzλGrenz=cfGrenz=2,9979⋅1081,04⋅1015≈2,9⋅10−7 m≈290 nm ✓

Bereits im UV — das gesamte sichtbare Licht (ca. 1,6–3,1 eV) liegt unter 4,3 eV, deshalb wirkt bei der Zinkplatte nur UV (rotes Licht hilft auch bei beliebiger Helligkeit nicht).

Beispiel 2 ★: Geschwindigkeit der austretenden Elektronen (mit eV↔J Schritt für Schritt) ​

UV mit λ=250 nm auf Zink:

  1. f=cλ=2,9979⋅1082,5⋅10−7=1,20⋅1015 Hz
  2. hf=6,626⋅10−34⋅1,20⋅1015=7,95⋅10−19 J=^7,95⋅10−191,602⋅10−19≈5,0 eV
  3. Ekin=hf−EA=5,0−4,3=0,7 eV; zurück in J: Ekin≈0,66 eV⋅1,602⋅10−19=1,06⋅10−19 J
  4. vmax=2⋅1,06⋅10−199,109⋅10−31=2,33⋅1011≈4,8⋅105 ms ✓ (wie im Skript; v/c≈0,16% — nichtrelativistische Näherung zulässig)

Beispiel 3 ★: Skript-Beispiel nachgerechnet (11,7 → 9,15 eV → ≈490 nm) ​

Ein Elektron fällt von E3=11,7 eV auf E1=9,15 eV zurück und emittiert ein Photon:

  1. ΔE=11,7−9,15=2,55 eV=2,55⋅1,602⋅10−19=4,09⋅10−19 J
  2. f=ΔEh=4,09⋅10−196,626⋅10−34≈6,2⋅1014 Hz
  3. λ=cf=2,9979⋅1086,17⋅1014≈4,9⋅10−7 m≈490 nm ✓ (exakt 486 nm; das Skript rundet mit c≈3⋅108 auf 490 nm — blaugrünes sichtbares Licht, konsistent damit, dass 2,55 eV im sichtbaren Bereich liegt)

Variablentabelle ​

SymbolBedeutungSI-Einheit
EγEnergie eines einzelnen PhotonsJ (üblich: eV)
fFrequenz des LichtsHz = 1/s
λWellenlänge des Lichtsm
EAAustrittsarbeit (Materialkonstante; Zink ≈ 4,3 eV, Skriptwert)J (üblich: eV)
Ekin(maximale) kinetische Energie des austretenden ElektronsJ (üblich: eV)
vmaxMaximalgeschwindigkeit des austretenden Elektronsm/s
fGrenzGrenzfrequenz (darunter kein Elektronenaustritt)Hz
λGrenzGrenzwellenlänge (darüber kein Elektronenaustritt)m
hPlanck'sches Wirkungsquantum =6,626⋅10−34 Js (Formelnheft S. 1)J·s
meElektronenmasse =9,109⋅10−31 kg (Formelnheft S. 1)kg
eElementarladung =1,602⋅10−19 C (Formelnheft S. 1; Umrechnungsfaktor eV↔J)C
cVakuumlichtgeschwindigkeit =2,9979⋅108 m/s (Formelnheft S. 1)m/s

Verknüpfungen ​

  • H11 — Messung von e; ohne e keine eV↔J-Umrechnung.
  • Thema 9 §9.2 — Skript-Fassung: drei falsche Vorhersagen der klassischen Wellentheorie, Tabelle der drei Fälle, Zink-Beispiel und WS-Nachfrage.
  • Thema 13 §13.2 — Hallwachs-Schulversuch (Elektroskop + Glasplatten-Kontrolle).
  • Thema 9 §9.2 Emission und Absorption — Kontext von Beispiel 3 (diskrete Niveaus und Linienspektren).