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Drei Zettel im echten Prüfungsstil von Prof. Linhart + Nachfragen-Kette; Inhalte, Zahlen und Anker streng nach dem Skript Thema 13 (ca. 10 Minuten Diskussion; erst aufs Papier, dann besprechen).


Zettel 1 — Der Streit um das Licht: Newton vs. Huygens bis Maxwell

„Was ist Licht? — Zwei Theorien standen sich hundert Jahre lang gegenüber."

  1. Erkläre: Vergleiche Newtons Korpuskeltheorie und Huygens' Wellentheorie in einer Fünf-Zeilen-Tabelle: Natur des Lichts / erklärte Phänomene / Lichtgeschwindigkeit im Glas / Lokalisierung & Helligkeit / Medium (Äther).
  2. Schiedsrichter-Experiment 1 (Young 1801/02): Was ist am Doppelspalt wirklich entscheidend? Warum kann „Licht + Licht = Dunkelheit" im Teilchenbild niemals vorkommen?
  3. Schiedsrichter-Experiment 2 (Foucault 1856): Warum sagen die beiden Theorien für die Lichtgeschwindigkeit in Glas/Wasser Gegenteiliges voraus (jeweils die Begründung!)? Was maß Foucault, und wer gewann?
  4. Ableitung + Rechenbeispiel (aufs Papier!): Womit begründete Maxwell (1860) „Licht ist eine EM-Welle"? Skizziere den Gedankengang Faraday → Maxwell und setze dann Zahlen ein: c=1/ε0μ0 mit ε0=8,8541012 As/Vm und μ0=4π107 Vs/Am. Welches Glied ergänzten Hertz bzw. Marconi?
  5. Kleine Geschichte der c-Messung: Warum war Galileis Laternenversuch zwangsläufig zum Scheitern verurteilt, und worin lag sein Fehlschluss? Wie maßen Rømer bzw. Fizeau/Foucault?
  6. Zum Abschluss: „Eine Theorie gewann hundert Jahre — und verlor dann doch." Die Wellentheorie siegte ein Jahrhundert und scheiterte 1905 am Photoeffekt. Kann man der Wissenschaft dann noch trauen? Was glauben die meisten Physiker?

Zettel 2 — Wellengrundgrößen, Interferenz und Beugung

„Eine Welle transportiert Energie, aber keine Materie — und zwei Wellen können einander auslöschen."

  1. Erkläre: Definiere Elongation, Amplitude, λ, f, T, Phase φ. Leite dann c=λf in drei Schritten her.
  2. Rechenbeispiel: Österreichischer UKW-Sender 88,6 MHz — welche Wellenlänge? (Könntest du diese Welle spüren? Ist sie länger als dein Zimmer?) Wie viele Größenordnungen liegen zwischen ihr und den Lichtwellen aus §13.5?
  3. Transversal vs. longitudinal: Definition und je ein Beispiel. Warum steht dieselbe Feder in beiden Listen? Woher weiß man, dass Licht transversal ist (Stichwort: Polarisation)?
  4. Ableitung: Entwickle aus „eine ganze Periode = 2π" die Bedingungen Δs=nλ (konstruktiv) und Δs=(n+12)λ (destruktiv). Alltagsbeispiel: Wie funktioniert ein Noise-Cancelling-Kopfhörer, und warum klappt es bei tiefen Frequenzen am besten?
  5. Beugung + Rechenbeispiel: Erkläre Beugung über das Huygens-Prinzip. Warum wird der Fleck hinter einem sehr engen Spalt beim Laserpointer breiter statt schmaler? Dann mit der Gitterformel λ=ds/D (d=105 m, D=3 m): Rot gemessen s=0,195 m, Blau s=0,145 m — berechne jeweils λ und f. Warum ist das Gitterspektrum symmetrisch, das Prismenspektrum aber nicht?
  6. Zum Abschluss: „Warum kann Schall in Luft niemals transversal sein?" — Und welcher geophysikalische Beleg passt dazu?

Zettel 3 — Dünne Schichten, Newton'sche Ringe und Welle-Teilchen-Entsprechung

„Die Farben der Seifenblase kommen nicht aus Pigmenten — sie kommen aus der Interferenz."

  1. Erkläre: Warum schillern Seifenblasen/Ölfilme? Vier Schritte zur Interferenz an dünnen Schichten: zwei Grenzflächen, Gangunterschied 2d, λ-abhängige Bedingung, verschiedene Farben bei verschiedenen Dicken.
  2. Phasensprung: „Festes vs. freies Ende" — was passiert bei Reflexion am optisch dichteren bzw. dünneren Medium? Und wie vertauscht das die Rollen von „hell" und „dunkel"?
  3. Ableitung (Newton'sche Ringe): Plankonvexe Linse auf planer Glasplatte. ① Phasensprung-Bilanz: Warum ist die Mitte dunkel? ② Leite die Dunkelbedingung 2d=kλ her; ③ aus der Kreisgeometrie r2=2Rd; ④ zusammengesetzt λ=r2/(kR).
  4. Rechenbeispiel (aufs Papier!): a) λ/4-Mindestdicke: Grünes Licht λ=530 nm fällt senkrecht auf einen Seifenfilm (Phasensprung nur an der Oberseite). Wie dünn darf der Film mindestens sein, damit die Reflexion maximal hell (konstruktiv) ist? b) Wellenlänge aus Newton-Ringen: Linse mit R=2 m, der k=4. dunkle Ring hat den Radius r=2,28 mm — berechne λ. Welche Farbe ist das?
  5. Welle-Teilchen-Entsprechung + drei Bereiche: Stelle die Tabelle Farbe/Helligkeit im Wellen- und Teilchenbild auf; nenne dann die drei Bereiche der Optik mit ihren Bedingungen (d vs. λ).
  6. Zum Abschluss: „Ist Farbe nun eine Eigenschaft der Welle oder des Photons?" — Widersprechen sich die beiden Aussagen? (Stichworte: Sehen vs. Wahrnehmen, Theorie vs. Sprache.)

Nachfragen-Kette

  1. Warum knickt Licht beim Übergang Luft → Glas zum Lot hin?
  2. Was bleibt beim Medienübergang gleich, f oder λ — und warum definiert deshalb die Frequenz die Farbe?
  3. Angenommen, Newton hätte recht gehabt — Licht im Glas schneller — was wäre mit der Brechung?
  4. Wozu „musste" es den Äther geben, und woran ist er gestorben?
  5. Was konnte Galilei wirklich seriös folgern?
  6. Welche Spektralfarbe hat die größte Wellenlänge? Zahlen!
  7. Wie misst man mit einem Lineal 650 nm? (Stichwort: Gitter.)
  8. Warum ist die Mitte der Newton-Ringe dunkel? Geht das ohne Phasensprung?
  9. Warum ist Noise-Cancelling bei hohen Frequenzen schlecht?
  10. Wann tritt Totalreflexion auf, und was hat die Glasfaser damit zu tun?
  11. Warum beweist die Polarisations-Sonnenbrille, dass Licht transversal ist?
  12. In einem Satz: Stimmt „Licht ist eine Welle" nach 1905 noch?

§§ANTWORTEN

Zettel 1

  1. Fünf Zeilen (Originaltabelle des Skripts): ① Natur: Newton — kleine Teilchen mit c0; Huygens — klassische Welle. ② Erklärt: Newton — Reflexion, Brechung; Huygens — Reflexion, Brechung + Beugung. ③ c in Glas: Newton — größer als c0 (falsch!); Huygens — kleiner (richtig). ④ Newton — lokalisiert, Helligkeit „quantisiert" (1, 2, N Teilchen); Huygens — ausgedehnt, Helligkeit stetig (Amplitude, zwischen zwei Helligkeiten unendlich viele weitere). ⑤ Medium: Newton — keines nötig; Huygens — Äther (hypothetisches, alles durchdringendes Medium; später widerlegt). → Skript §13.1
  2. Entscheidend sind die dunklen Streifen: An manchen Stellen ergibt „Licht + Licht = Dunkelheit" (destruktive Interferenz) — „Teilchen + Teilchen" können nur mehr werden, sich aber nie gegenseitig auslöschen; Wellen (Berg trifft Tal) schon. Deshalb verlor die Teilchentheorie nach Young zunächst. → Skript §13.1
  3. Newton: Glas zieht die Lichtteilchen beim Eintritt senkrecht zur Fläche an und beschleunigt sie → im Glas schneller (nur so passt die Brechung zum Lot ins Teilchenbild). Huygens: Jeder Punkt der Wellenfront ist Quelle einer Elementarwelle; im dichteren Medium laufen sie langsamer → die Front knickt zum Lot, cGlas<c0. Foucault 1856: Licht ist in Wasser langsamer → Huygens gewann, Newton verlor. (Heute: c=c0/n mit n>1.) → Skript §13.1
  4. Gedankengang: Ørsted „Strom erzeugt Magnetfeld" → Faraday vermutet aus Symmetrie die Umkehrung (Induktion) und führt den Begriff des Feldes ein → Maxwell fragt: Was passiert mit den Feldlinien, wenn Ladung/Magnetpol verändert wird? Die Störung breitet sich als EM-Welle aus (nur beschleunigte Ladungen strahlen). Rechnung (nachgerechnet): ε0μ0=8,85410121,25661061,1131017; 3,336109; c=1/3,3361093,0108 m/s — exakt die gemessene Lichtgeschwindigkeit: „Dieser Wert kann kein Zufall sein"Licht ist eine EM-Welle, Elektromagnetismus + Optik = Elektrodynamik. Hertz (1888): erzeugt Mikrowellen → experimenteller Nachweis; Marconi (~1900/01): erste transatlantische Funkverbindung → praktische Anwendung. → Skript §13.1
  5. Galilei (~1600): zwei Personen mit Laternen über Berge, Hin-und-Rück-Zeit messen — gemessen wurde nur die menschliche Reaktionszeit; daraus schloss er (fälschlich) auf unendliche Lichtgeschwindigkeit. Fehler: Licht viel zu schnell, Strecke viel zu kurz → die Laufzeit ist weit kleiner als die Reaktionszeit, prinzipiell unmessbar; seriös blieb nur „Licht ist viel schneller als der Schall". Rømer 1676: Verfinsterungen des Jupitermondes Io kommen je nach Abstand Erde–Jupiter früher/später → erste Abschätzung: c ist endlich. Fizeau 1849 (Zahnrad) / Foucault 1850/56 (Drehspiegel): erste präzise Messung auf der Erde; Foucault zeigte zugleich, dass Licht in Wasser langsamer ist (pro Huygens). → Skript §13.1
  6. Haken: Gerade weil Theorien verlieren können, ist Wissenschaft vertrauenswürdig. Jede Theorie hat ihren Geltungsbereich: Die Wellentheorie bleibt bei Interferenz/Beugung vollkommen richtig und scheitert erst dort, wo einzelne Photonen zählen (Photoeffekt → Photonen). Heutige Auflösung: Welle-Teilchen-Dualismus — Licht ist beides, je nach Experiment; die alte Theorie wird zum Grenzfall, nicht zum Müll. Die Stärke der Wissenschaft ist die Korrigierbarkeit durch das Experiment: falsch heißt nicht, dass alles falsch wäre.Skript §13.6 · §13.2(Mögliche Zusatzprovokation: Auch der Äther fiel — Maxwells Welle ist eine Schwingung der Felder selbst, braucht kein Medium; Michelson–Morley 1887 fand nichts; 1905 machte ihn die Spezielle Relativitätstheorie endgültig überflüssig.)

Zettel 2

  1. Elongation E = momentane Auslenkung; Amplitude A = maximale Auslenkung; λ = Abstand zweier Punkte gleichen Schwingungszustands; f = Schwingungen pro Sekunde (Hz); T=1/f; Phase φ = „Position" im Schwingungszustand (für Interferenz zählt Δφ). Herleitung: ① $c = $ Strecke/Zeit; ② in einer Periode T rückt die Welle genau um λ vor → c=λ/T; ③ mit 1/T=f folgt c=λf. Bei festem c sind λ und f umgekehrt proportional. → Skript §13.3
  2. Rechnung (nachgerechnet): λ=c0/f=3108/(88,6106)3,386 m 3,33,4 m — länger als dein Zimmer hoch ist! Du „badest" in dieser Welle und spürst nichts (der Körper ist keine Antenne). Gegen sichtbares Licht (650109 m) liegen rund 7 Größenordnungen (Meter vs. Sub-Mikrometer). → Skript §13.3
  3. Transversal: Auslenkung senkrecht zur Ausbreitung (EM-Wellen, Wasserwellen, Federwellen); longitudinal: Auslenkung parallel (Schallwellen, Federwellen). Feder in beiden Listen: quer schütteln → transversal; längs stoßen/ziehen → longitudinal — der Wellentyp hängt von der Anregung ab. Licht ist transversal wegen der Polarisation: Nur eine Transversalwelle hat eine herausfilterbare „Schwingungsrichtung" (Polfilter); bei einer Longitudinalwelle gibt es nichts zu polarisieren. → Skript §13.4
  4. Herleitung: ① Verschiebung um ein λ ↔ Phasendrehung 2π; ② also Δφ=2πλΔs; ③ in Phase (Δφ=2πn) → Δs=nλ → Amplituden addieren sich, maximale Helligkeit; ④ gegenphasig (Δφ=(2n+1)π) → Δs=(n+12)λ → Berg trifft Tal, Dunkelheit. Noise-Cancelling: Lärm aufnehmen, gegenphasige Schallwelle (um π = halbe Wellenlänge versetzt) aussenden → destruktive Interferenz. Tiefe Frequenzen: meterlange Wellen, Phase gut zu treffen; hohe Frequenzen: λ nur zentimeterkurz — die kleinste Verschiebung zerstört die „Gegenphase". → Skript §13.5
  5. Beugung = Abweichung von der Geradlinigkeit an Spalt/Hindernis. Huygens: Jeder Punkt der Wellenfront ist Quelle einer kreisförmigen Elementarwelle; an einer engen Öffnung (dλ) bleiben wenige Zentren → die Elementarwellen laufen kreisförmig „um die Ecke", die anschließende Interferenz gibt das Streifenmuster. Laserpointer: Je enger der Spalt (Δx klein), desto breiter der Fleck — dieselbe Wurzel wie Heisenberg (Δp groß). Rechnung (nachgerechnet): Rot: sinφs/D=0,195/3=0,065λ=ds/D=1050,065=6,5107 m =650 nm; f=c/λ=3108/6,51074,61014 Hz. Blau: 0,145/30,048λ4,8107 m =480 nm; f6,21014 Hz. Symmetrie: Die Beugung erfüllt Δs=nλ für beide Schräglagen ±φ → ±1. Ordnung symmetrisch; das Prisma fächert (über Brechung) nur in eine Richtung auf. → Skript §13.5
  6. Haken: Eine Transversalwelle braucht ein Medium, das Scherung überträgt — rücktreibende Scherkräfte haben nur Festkörper; Gase/Flüssigkeiten lassen sich nur verdichten und verdünnen„Schall in Luft ist zwingend eine Druckwelle = longitudinal." Geophysikalischer Beleg: S-Wellen (transversal) kommen nicht durch den flüssigen äußeren Erdkern, P-Wellen (longitudinal) schon — „Fluide scheren nicht". → Skript §13.4

Zettel 3

  1. Vier Schritte: ① Licht trifft auf eine Schicht der Dicke d: ein Teil reflektiert an der oberen, ein Teil an der unteren Grenzfläche; ② der zweite Strahl läuft durch die Schicht hin und zurück → geometrischer Gangunterschied 2d (senkrechter Einfall); ③ hell/dunkel hängt von 2d im Vergleich zu λ ab — plus Phasensprung bei der Reflexion; ④ die Bedingung ist λ-abhängig → jede Farbe leuchtet bei anderer Dicke auf → Schillern bei weißem Licht (keine Pigmente!). → Skript §13.5a
  2. Reflexion am optisch dichteren Medium (Luft → Glas) = „festes Ende" → Sprung um π (eine halbe Wellenlänge, wie das an der Wand fixierte Seil, das invertiert zurückkommt); am optisch dünneren = „freies Ende" → kein Sprung. Springt nur einer der beiden Strahlen (einfacher Film, Newton-Ringe), kommt ein zusätzliches λ/2 zum Gangunterschied → „hell" und „dunkel" vertauschen die Rollen. → Skript §13.5a
  3. Herleitung (nachgerechnet): ① Bilanz: unterer Strahl reflektiert an Luft → Glasplatte (dichter) → Sprung λ/2; oberer an Glaslinse → Luft (dünner) → kein Sprung → netto ein λ/2. In der Mitte (d=0) beträgt der Unterschied genau λ/2 → destruktiv → dunkel — nur mit Phasensprung erklärbar! ② Mit dem λ/2 fallen die dunklen Ringe auf 2d=kλ (k=0,1,2,). ③ Kreisgleichung r2+(Rd)2=R2r2=2Rdd22Rd (da dR). ④ Einsetzen: 2r22R=kλλ=r2kR — eine weitere, unabhängige Messmethode (umgekehrt prüft man damit, ob Glasflächen plan sind). → Skript §13.5a
  4. Rechnung (nachgerechnet; Zahlen sind Einsetzübungen zur Skript-Methode): a) Nur ein Strahl springt → konstruktiv: 2d+λ/2=nλ2d=(n12)λ; dünnster Fall n=1: 2d=λ/2d=λ/4=530/4132,5133 nm. Probe: 2d=265 nm =λ/2, plus Sprung λ/2 → Gesamtunterschied λ → in Phase, maximal hell ✓. b) λ=r2kR=(2,28103)242=5,201068=6,5107 m =650 nm — rotes Licht (konsistent mit der Gittertabelle aus §13.5 ✓).
  5. Entsprechungstabelle: Farbe — Welle: Frequenz f (blau höher als rot) ↔ Teilchen: Photonenenergie E=hf; Helligkeit — Welle: Amplitude A ↔ Teilchen: Anzahl der Photonen I. „Beide Beschreibungen sind gleichwertig." Drei Bereiche: geometrische Optik dλ (Strahlen, viele Photonen, kleine Energie); Wellenoptik dλ (Interferenz/Beugung); Quantenoptik — wenige Photonen, hohe Energie pro Photon (das einzelne Photon zählt). → Skript §13.6 · §13.7
  6. Haken: Beides — jedes Bild für seinen Bereich. Dieselbe Wahrnehmungsgröße hat in beiden Bildern eine Entsprechung (fE=hf, verbunden durch h), darum: „Welle und Teilchen beschreiben beide das Licht — kein Widerspruch in der Theorie, nur in der Sprache." Analogie Sehen vs. Wahrnehmen: Eine Zeichnung besteht aus Strichen, wir nehmen einen Menschen wahr. Die mathematische Beschreibung (Quantentheorie) ist widerspruchsfrei; erst wenn wir in Alltagssprache „denken", müssen wir Welle und Teilchen trennen. → Skript §13.6 · Thema 9 §9.9

Nachfragen — Kurzantworten

  1. Im dichteren Medium ist Licht langsamer; das eine Ende der schrägen Wellenfront wird zuerst gebremst → die Front schwenkt zum Lot (n1sinα1=n2sinα2). (§13.5b)
  2. f bleibt gleich (die Grenzfläche schwingt mit derselben Rate), λ wird kleiner (c=λf) → die Frequenz definiert die Farbe eindeutig. (§13.5)
  3. Das Teilchenbild bräuchte schnelleres Licht im Glas, um die Brechung zum Lot zu erklären — Foucault zeigte das Gegenteil. (§13.1)
  4. Alle bekannten Wellen brauchten einen Träger (Schall/Luft) → Äther-Hypothese; gestorben an: Maxwells Welle ist Schwingung der Felder selbst (kein Medium nötig) + Michelson–Morley (1887) fand keinen Ätherwind + 1905 machte ihn die Relativitätstheorie überflüssig. (§13.1)
  5. Nur: „Licht ist viel schneller als der Schall" — die Reaktionszeit verschluckte die Laufzeit. (§13.1)
  6. Rot, ≈ 650 nm (am kleinsten Violett/Blau, ≈ 480 nm). (§13.5)
  7. Mit dem Gitter: s und D mit dem Lineal messen, d steht auf dem Gitter → λ=ds/D — die winzige Größe wird indirekt zugänglich. (§13.5)
  8. Wegen des netto einen λ/2-Sprungs: Bei d=0 sind die Strahlen genau gegenphasig → dunkel. Ohne Phasensprung müsste die Mitte hell sein. (§13.5a)
  9. Bei hohen Frequenzen ist λ nur zentimeterkurz — die kleinste Verschiebung zerstört die Gegenphase. (§13.5)
  10. Beim Übergang dicht → dünn oberhalb des Grenzwinkels (α2=90°): kein gebrochener Strahl mehr, alles wird reflektiert — die Glasfaser hält das Licht so „im Kabel gefangen". (§13.5b)
  11. Der Polfilter filtert eine „Schwingungsrichtung" heraus — die hat nur eine Transversalwelle. (§13.4)
  12. Zur Hälfte: Im Bereich dλ mit vielen Photonen verhält sich Licht als Welle; vollständig ist der Welle-Teilchen-Dualismus — je nach Experiment. (§13.6)